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letztes Update 24.05.2012 |
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Im August stehen wieder Termine im Malteserkalender: Am 15.08. Mariä Himmelfahrt: Himmelfahrt - zum Himmel kommen - direkt zu Gott kommen - bei Gott sein / ganz heil, erlöst sein - im Frieden Gottes / in Seinem Shalom sein - mit Seinen Engeln gemeinsam das ewige Fest Gottes feiern - auch: wissen wie alles letztlich ist - oder es nicht mehr wissen brauchen …so stelle ich mir Himmelfahrt vor. Eigentlich ja das Ziel und die Sehnsucht jeder Christenseele. Es gibt den menschlichen Urgedanken, dass gottdurchdrungenen Menschen dies sofort nach dem irdischen Tode geschehen kann - ohne ein Warten auf den Jüngsten Tag mit einem "Gericht" oder auf die Auferstehung der Toten mit oder ohne Läuterung. Maria - so glaubt die Kirche - hat dieses letzte Ziel schon sicher erreicht. Sie hat ein für alle Zeiten entscheidendes "Ja" gesagt - "ja" zum "Projekt Jesus". So schenkt sich Gott selber als konkreteste aller Offenbarungen: "Seht diesen Menschen Jesus" - es ist Gott selbst. Maria hält bis zum Schluss bei Ihm aus, bis unter sein Kreuz. Und sie war bei den Frauen(!), die als erste beginnen, Seine Auferstehung zu begreifen. Die Malteser verehren Maria als Unsere Liebe Frau von Philermos (es ist Maria selbst, so wie sie in Philermos als Ikone gemalt und dann verehrt wurde).
Am 15. August feiern die Malteser weltweit mit der ganzen Kirche um den Erdball das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel. Viele hunderte Malteser brechen an diesem Marientag 2005 auch auf zum Weltjugendtag nach Köln, um dort ihren Dienst darzubringen unter dem Motto: "Wir sind gekommen, um IHN [ihren Sohn] anzubeten." So auch aus Offenburg und Freiburg. Wer das Gebet pflegt, dem sei dieses spannende und wichtige Ereignis und auch der Einsatz unserer Einheiten dort ans Herz gelegt! Für die Malteser der Erzdiözese Freiburg kann dieser Tag auch ein Tag gemeinsamer Verbundenheit sein, denn die Mutter Maria ist auch die Patronin unserer Diözese - unsere Bischofskirche, das Münster Unserer Lieben Frau zu Freiburg, ist ihr geweiht. History-Telegramm zum 15.08.: an diesem Tage im Jahr 1309 fällt die Stadt Rhodos und damit die gleichnamige Insel an die von Zypern über See her agierenden Malteser-Ritter. Die wichtige und prägende Zeit des Ordens auf Rhodos nimmt seinen Anfang. Auch unser Ordenspatron, der Hl. Johannes der Täufer, kommt uns im August in den Blick: Am 29.08. jeden Jahres gedenkt die ganze Kirche - und mit ihr die Malteser weltweit - der Enthauptung des Täufers. Was war geschehen?! Mit einfachen Worten: der Hl. Johannes d. T. hat klar Position bezogen und Unrecht Unrecht genannt - auch als der Landesherr, Herodes Antipas, es gelebt hat. Seiner Frau - um die es bei der Unrechts-geschichte übrigens geht - war dies so zuwider, dass sie mit ihrer Tochter ein Komplott einfädelte, um Johannes zu vernichten. Betört von "seinen Damen" fällt Herodes auch prompt darauf herein und so ist das Schicksal des Täufers besiegelt. Wer diesen religions-politischen Krimi nachlesen will: -> Markus erzählt ihn von den Evangelisten (für mich) am spannendsten - Markus 6,17 ff Natürlich haben sich auch die Malteser mit diesem Thema beschäftigt. Eine dramatische Darstellung dieser "Mörderszene" ist in der Hauptkirche des Malteserordens - der dem Täufer geweihten St. John's Cathedral auf Malta - zu sehen:
Hier nochmal näher dran an dieses aufrüttelnde Werk von Michelangelo Caravaggio
Die Kirche betet an diesem Gedenktag zu Gott: "DU hast den Hl. Johannes den Täufer berufen, Deinem Sohn im Leben und im Tod voranzugehen und für Recht und Wahrheit Zeugnis zu geben. Gib auch uns die Kraft, für den Anspruch Deiner Lehre unerschrocken einzutreten." Das ist auch der Auftrag der Malteser, die sich auf die Tuitio Fidei, die Wahrung/Bezeugung des Glaubens in der Welt einlassen. Dabei dürfen wir auf unseren Ordenspatron vertrauen! |