Stadtgliederung

Offenburg

     

letztes Update 24.05.2012

   

Vor Nutzung dieser Website lesen Sie bitte den Haftungsausschluss im Impressum.

Malteser im Mai - Kalender dabei !

 

Auch der Wonnemonat hat wieder ein paar Tage im Malteserkalender, die einen Blick lohnen können.

Gleich zu Beginn steht der 3. Mai mit den Aposteln Philippus und Jakobus.

Ein besonderer Gruß geht an diesem Tag in unsere Seelsorgeeinheit an die Pfarrei Weingarten, die zum Tag dieser Heiligen ihr Patrozinium begeht. Zugleich danken wir dieser Pfarrei noch einmal fär ihre Gastfreundschaft.

Am 21.04. konnten wir in und um das Gemeindehaus im Weingarten unsere jährliche Ortsversammlung durchfähren. Wir versammelten und zu einem Wortgottesdienst um den österlichen Christus als Mitte unseres Malteserkreuzes und durften anschließend Räckschau halten auf ein sehr gutes und dienstreiches Jahr 2005.

Ein augenzwinkerndes Danke an die Pfarrei auch fär unseren Stadtbeauftragten, Christoph Spinner, der als ein "Zeller" Gewächs aus ihr hervorgegangen ist.

Mit Philippus verbindet uns Malteser vor allen auch ein gemeinsames "Programm":

Er war zunächst ein Jänger unseres Ordenspatrons, des Hl. Johannes des Täufers, bis er der Berufung durch Jesus folgte und - mit Jakobus - zu einem seiner Apostel wurde.

So ist sicher auch Philippus mitgemeint, wenn wir im Maltesergebet um Kraft und Färsprache bitten fär unsere Aufgabe den Glauben zu bezeugen und den Nächsten - besonders den Armen und Kranken - in Seiner Liebe zu begegnen.

Auch die protestantischen Kirchen - die sich aus ihrer Tradition mit den Heiligenfes-ten lieber etwas zuräckhalten - gedenken dieser beiden "Urgesteine" in besonderer Weise.

Am 04. Mai feiern mit St. Florian die wichtigen und geschätzten Kollegen der Feuerwehr und der Wasserrettung ihren Schutzheiligen.

Gerade die Einsatzbilanz unserer Schnelleinsatzgruppe fär 2005 hat gezeigt, dass wir zur Seite stehen konnten, wenn es brenzlig wurde. Hierbei galt es auch schlimme Ereignisse zu bewältigen und in manchem Gespräch (z. Bsp. nach und äber den Brandeinsatz Römerpils-Eck) wurde deutlich, dass wir immer wieder in Einsätzen auch auf die Fragen nach unseren Grenzen, nach dem Letzten und Wichtigsten, verwiesen werden.

Schon manches Mal waren wir auch aus diesem Grunde froh und dankbar äber ein gelungenes Zusammenwirken mit den Helfern der Feuerwehr - und wenn ein jeder von ihnen wieder heil aus dem Einsatz "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" herauskam. Gerade bei solchen Einsätzen gibt es doch immer mal wieder Situatio-nen, wo man im Stillen betet: "hoffentlich ist da jetzt der Hl. Florian mit dran!"

Darum gefiel mir das Bild rechts so gut:

Die Einheit der drei:

St. Florian, der Hl. Johannes der Täufer
(auf Christus, das Lamm Gottes zeigend)
und St. Sebastian.

Die im Einsatz so wichtige Ruhe und
Besonnenheit der drei,
ihre Gelassenheit,
wie sie - in Gott ruhend - in sich ruhen
können,

wie sie zusammenstehen,
in IHM verbunden, denn Christus,
das Lamm, ist ihr Mittelpunkt,

wie uns Johannes der Täufer
ja immer wieder erinnert…..

Der Hl. Sebastian wird äbrigens traditionell angerufen als Helfer gegen Pest und Seuchen und gehört - wenn man die Verbindung sucht und so will - mit zum "himmlischen Katastrophen- Schutz", denn wie uns die leidvollen Erfahrungen mit schrecklichen Groß- schadenslagen immer wieder zeigen, sind Epidemien in vielen Fällen die zweite Katastrophe in der ersten Katastrophe.

Auch nicht gerade arm an Katastrophen ist die Vergangenheit Europas - und die Malteser durchaus auch mal mittendrin. Am 5. Mai ist der Europatag. Vielleicht ein guter Anlass fär alle, die der Kraft des Gebetes vertrauen, hier ganz besonders dafär zu Beten, dass das Geschenk des Friedens in Europa uns erhalten bleibt.

- und ich denke als praktizierender Nicht-Fußballer hier wirklich nicht nur an die WM und die leider zu erwartenden Hooligans (oder Hohligans ??). Die letzten Monate haben uns allen gezeigt, dass der Friede im Inneren - unter den Generationen und Religionen - eine Pflanze ist, die gepflegt werden will und muss!

Randnotiz des Hobbyhistorikers nach kurzem Blick in den Malteserkalender: ob man den 05.05. gewählt hat, weil da im Jahre 1821 Napoleon, der Europa ja mächtig durchgewirbelt hat und "uns" "unser" schönes Malta weggeschnappt hat, seinen Todestag hat ?!

Im Maltesergebet beten wir um die Kraft fär unseren Einsatz "fär den Frieden der Welt": ein nötiger, ein lohnender Auftrag fär uns alle - und nicht nur fär Europa.

Unfriede herrscht nach wie vor im Heiligen Land. Das hat beklagenswerte Tradition seit Jahrhunderten.

Am 18.05.1291 fällt die Mittelmeerstadt Akko. Dorthin hatten sich die Malteserritter (man nannte sich damals allerdings noch Ritter vom Hospital des Hl. Johannes von Jerusalem) zuräckgezogen, nachdem man aus Jerusalem hinausgeflogen war.

In Akko(n) betrieb der Orden ein Hospital, denn zum Gläck vergaß der Orden nie seinen urspränglichen Auftrag der Kranken- und Verletzten-pflege.

Zwischenzeitlich hatte man sich wohl auch so gut mit dem Islam und gewissen Zugeständnissen an die Natur arrangiert, dass es zu ernsten Ermahnungen aus Rom kam, man solle doch bitte nicht vergessen, "ordentlich" zu bleiben.

Wahrscheinlich ist man dem dann doch zu gut nachgekommen
-> der Orden musste sich nach gläcklosen Kämpfen nach Zypern zuräckziehen, nicht ohne dort sofort das Hospitalwesen auszubauen.

Der Name Akko(n) klingt uns aber bis in heutige Ohren nach, denn es ist der Funkrufname unserer evangelischen Geschwister der Johanniter Unfallhilfe - ein leiser Gruß an die gemeinsame Vergangenheit.

Gibt es einen Zufall in der Geschichte?

Auf den Tag genau im Jahre 1565 beginnt eines der ganz großen Ereignisse im Drama des Malteserordens.

Ja, man war inzwischen "Malteser" - doch das gefiel Sultan Suleyman II, dem Prächtigen, äberhaupt nicht. Mit einem gewaltigen Heerbann und Seestreitkräften greift er zum 18.05.1565 die Insel Malta an und versucht die Festungsstadt Valletta in die Zange zu nehmen.

(Es ist der Suleyman, der 1529 vor Wien gestanden hatte und 1534 Bagdad nahm.)

Die Belagerung sollte fast vier grauenhafte Monate andauern und Malta alles abver-langen. Dass die Insel widerstehen konnte glich damals (und heute) einem Wunder und trug viel zum Ansehen der Malteser dieser Zeit bei.

Wandmalerei in der Vatikan - Bibliothek: Belagerung von Valletta

Heute stellt der Malteserorden seine Tugenden ausschließlich in den Dienst der christlichen Caritas als praktische Nächstenliebe. Er unterhält u.a. Hilfsdienste weltweit, engagiert sich mit Krankenhäusern und Hospizen, leistet Katastrophenhilfe und stellt seinen Diplomatischen Dienst fär Vermittlungen zur Verfägung, um zum Frieden mit beizutragen.

Aber das ist schon die Botschaft des Hohen Pfingstfestes, an dem die Weltkirche(n) sich ihrer Begeisterung erinnert und feiert, dass es nach Gottes Willen ein Band des Verstehens, der Liebe und des Friedens geben soll, dass äber allen Sprachen und Stämmen steht

...also an die Arbeit Malteser und alle, die Ihr dazu beitragen wollt!