Stadtgliederung

Offenburg

     

letztes Update 24.05.2012

   

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Impuls und history Telegramm im September

 

Hallo zusammen!

Auch im September gibt es einige Malteser-Daten:

Am 03.09.1120 ist der Todestag des Ordensgründer des Seligen Bruder Gerhard oder Frère Gerard. Auf seine Initiative hin ist der heutige Malteserorden als Hospitalorden des Hl. Johannes des Täufers zu Jerusalem entstanden. Er organisierte das Jerusalemer Hospital wie einen Mönchsorden und erwirkte 1113 von Papst Paschalis II auch die Anerkennung als geistlichen Orden. Die Hospitaliter des Hl. Johannes von Jerusalem waren damit autonom und nur dem Papst unterstellt. In der damaligen Zeit war diese immens vorteilhaft. Heute freuen wir uns, dass Papst Benedikt XVI seit 1999 dem Malteserorden als Ehren- und Devotionsgroßkreuz-Bailli angehört (mehr hierzu)

Mehr zu Fra Gerard (wie seine dritte Bezeichnung lautet) kann man auf den zentralen Seiten nachlesen:
HIER

Für die Malteser aller Zeiten tragend und gerade in den "schlappen Stunden" aufraffend ist folgender Leitsatz von ihm:
Unsere Bruderschaft wird unvergänglich sein, weil der Boden, auf dem diese Pflanze wurzelt, das Elend der Welt ist und weil, so Gott will, es immer Menschen geben wird, die daran arbeiten wollen, dieses Leid geringer, dieses Elend erträglicher zu machen.

Wie mag dieser Satz den Maltesern am 09.09.1565 geklungen haben??
An diesem Tag endete die verheerende Belagerung der maltesischen Ordenshauptstadt Valletta. Diese hatte fast vier grauenhafte Monate angehalten. Valletta konnte nur unter immensen Verlusten gegen das gewaltige Heer des Sultan Süleyman gehalten werden, jener Süleyman der Prächtige, der bereits vor Wien gestanden und die Malteser aus Rhodos vertrieben hatte. Valletta war im Wortsinn am Boden zerstört und man dachte schon daran "einzupacken". Der fast übermenschliche Verteidigungswille der Malteserritter brachte aber eine solche Welle von Sympathie und Achtung in ganz Europa, dass es in Kürze gelang, Malta wieder aufzurichten und auch das dortige Hospitalwesen wieder neu erblühen zu lassen.

Dann feiert die ganze Kirche am 08.09. mit Mariä Geburt einen der insgesamt nur drei Geburtstage, die sie als Hochfeste feiert:
Maria, die im Orden als Unsere Liebe Frau von Philermos verehrt wird Jesus, den jedes Kind als Weihnachten kennt und am 24.06. den unseres Ordenspatrons des Hl. Johannes des Täufers, den wir unlängst in St. Elisabeth miteinander begangen haben.

...ach ja, der Täufer: seiner Mutter, der Hl. Elisabeth wird am 23.09. gedacht. Zu meiner Überraschung und Begeisterung stand an meinem Urlaubsort eine dem Täufer geweihte Kirche mit einem wirklich "sprechenden" Altar. Die Bilder sind angehängt. Dort kann man alle Stationen des Täufers nachempfinden - und eben auch die Begegnung seiner Mutter Elisabeth mit Maria, als der in seiner Mutter heranwachsende Johannes vor Freude über den Besuch seines Herrn (Maria war schon schwanger) in ihrem Leibe herumtollt. Elisabeth sagt Maria daraufhin auf den Kopf zu, dass sie den Heiland trägt. Maria erwidert ihr daraufhin mit einem wunderbaren Lobpreis, der der Kirche so ans Herz gewachsen ist, dass sie ihn um den ganzen Erdenrund jeden Tag im Stundengebet oder zum abendlichen Vespergebet gemeinsam betet:
"Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter........" (Wer es nachlesen oder vielleicht auch mal selber sprechen möchte aber noch nicht kennt: Lukas 1,39 bzw. 1,46!)

Ich wünsche Euch noch gute Spätsommertage (die Hl. Elisabeth liegt schon im kalendarischen Herbst) und gute Starts all denen, deren Urlaube/Ferien zu Ende gehen

www.malteser-offenburg.de
Referat Ausbildung
Peter Skiba