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Bericht zur Stadtversammlung der Malteser in Offenburg am 29.02.2008

Malteser - Weil Nähe zählt Zu Beginn der diesjährigen Hauptversammlung stand eine Besinnung auf die Wurzeln der Malteserarbeit. Als Werk des Malteser Ritterordens und der Caritas liegen diese im Auftrag zu tätiger Nächstenliebe. Frisch gestärkt ging es so in die Versammlung unter Leitung des Stadtbeauftragten Christoph Spinner. Nach einem Grußwort der Diözesanleitung, vertreten durch Bernhard Bürkle, folgte zunächst das Gedenken der Toten. Hierzu gehörte auch der vor kurzem verstorbene Frà Andrew Bertie, der den Malteserorden seit 1988 als dessen 78. Großmeister vom Ordenshauptsitz in Rom aus leitete und hierbei stets eine große Verbundenheit mit den Maltesern in Deutschland zeigte.

„Auch 2007 haben die Offenburger Malteser den ihnen anvertrauten Auftrag in bester Weise erfüllt und wichtige Dienste weiter gestärkt.“, freute sich Christoph Spinner. Aus beruflichen Gründen wird er die Gliederung bis zum Jahreswechsel verlassen. Als Nachfolgerin ist Frau Eveline Höll vorgesehen, die in der heutigen Versammlung durch die Diözesanleitung zur stellvertretenden Stadtbeauftragten berufen wurde. Eveline Höll gehört den Maltesern seit über 30 Jahren an und hat während dieser Zeit unterschiedlichste Aufgaben wahrgenommen. Als praktizierende Ärztin der Allgemeinmedizin steht sie neben der Verbundenheit zum Maltesergedanken auch für die Fortsetzung einer hohen Qualität in der fachlichen Durchführung der Einsatzdienste in den Bereichen Sanitätsbetreuung, Hausnotruf und Rettungsdienst. Ihr zur Seite stehen Adrian Sieferle (Leiter Einsatzdienste) und Peter Skiba (Leiter Ausbildung), die gemeinsam die Stadtleitung wahrnehmen.

Danach belegten die Tätigkeitsberichte der einzelnen Referatsleiter eindrucksvoll das von Christoph Spinner ausgesprochene Lob für das große Engagement der ehrenamtlichen Malteser in Offenburg.

Im Bereich Ausbildung konnte das Ausbilderteam die Vorjahresleistung steigern. Mit knapp 1.300 erbrachten Ausbildungsstunden konnten fast 1.600 Menschen in den unterschiedlichsten Angeboten der Ersten Hilfe (vom Führerscheinkurs über Erste Hilfe am Kind bis hin zum Pflegehelferseminar) erfolgreich ausgebildet und für eine qualifizierte Hilfe motiviert werden. Mit besonderer Freude stellte Ausbildungsleiter Peter Skiba die im Rahmen des Qualitätsmanagements der Malteser von allen Kursteilnehmern erbetenen Rückmeldungen vor, die den Malteserausbildern in sämtlichen Sparten durchweg hervorragende Noten erteilten. Andrea Weiß, Evelyne Kühne und Michael Quarti wurden zu neuen Ausbildern berufen. Elke Schaub nach erfolgreicher Weiterqualifikation zur Mentorin und Praxisanleiterin.

Aus dem Referat Ausrüstung (Fahrzeuge, Einsatzmaterial, Ausstattung) berichtete Frank Vogt über einen sehr guten Materialstand und stellte einzelne Neuinvestitionen und Ausrüstungsgegenstände vor, die den neuesten technischen Stand des Einsatzmaterials gewährleisten. Für diesen wichtigen Basisdienst wurden ca. 230 ehrenamtliche Einsatzstunden erbracht.

Malteser - ATW Die Helfer/innen im Fachbereich Sanitätsdienst / Einsätze (Adrian Sieferle) erbrachten stolze 1.500 Dienststunden zur Betreuung und Sicherung von sportlichen und kulturellen Veranstaltungen, bei Bedarf auch mit eigenen Rettungsfahrzeugen. Darin nicht berücksichtigt sind die Zeiten der Vor- und Nachbereitung sowie die im Rahmen des Qualitätsmanagements vorgeschriebenen Fortbildungszeiten für die einzelnen Einsatzsanitäter/innen. Für sein herausragendes Engagement sowohl bei den

Diensten als auch beim Besuch der regelmäßigen Fortbildungen wurde Christian Eggs mit einem Präsent geehrt. Im Fachbereich wurde eine Basis-Gruppe installiert, die Interessierten und Neueinsteigern erste Kontakte und ein Hineinwachsen in die Aufgaben der Einsatzdienste ermöglicht.

Mit einer pfiffigen Präsentation stellte der Bereich Hausnotruf (Jürgen Glatt) die bisherigen Erfolge dar. Immer mehr Menschen haben ihre medizinische Sicherheit zu Hause den Maltesern anvertraut, die sie auf Knopfdruck anfordern können. Entsprechend stieg auch die Anzahl der durchgeführten Einsätze der 24 Stunden Rufbereitschaft des Hausnotruf-Hintergrunddienstes. Besondere Anerkennung und ein Präsent erhielt Evelyne Kühne für die meisten Bereitschaftszeiten. Auch für 2008 wird eine gute Fortentwicklung erwartet. Der Malteser-Hausnotruf hat sich als wichtiger Teilbereich der Malteser Offenburgs und der Ortenau fest etabliert.

Malteser - KTW4 Auch im Bereich Katastrophenschutz (Zugführer Michael Quarti) stehen die Malteser Offenburgs permanent auf Abruf. Zu diesem Fachdienst gehört die Malteser-Schnelleinsatzgruppe mit Leitungs- und Rettungsdienstmodulen. 2007 war diese 52-mal im Einsatz, um den regulären Rettungsdienst zur Deckung von Bedarfsspitzen oder bei größeren Schadenslagen zu unterstützen. Die Leitungsgruppe wurde zweimal angefordert, wobei die befürchteten Großschadenslagen zum Glück nicht eintraten.

Jugendarbeit findet in Form von Schulsanitätsdiensten an fünf Offenburger Schulen statt. Von den Maltesern ausgebildete und betreute Schüler/innen leisteten an ihren Schulen in zahlreichen Fällen Erste Hilfe bis hin zur Übergabe an den Rettungsdienst. Neben der Heranführung an den Auftrag der Malteser nannte Michael Skiba vor allem auch die Festigung sozialer Kompetenzen und einer Haltung der aktiven Hilfsbereitschaft als Ziel dieses Dienstes.

Im Rahmen des Finanzberichtes (Peter Skiba) bestätigten die Kassenprüfer (Christian Benz und Meinrad Lorbeer) die satzungsgemäße und ordentliche Kassenführung, die daraufhin auch entlastet wurde.

Danach wurden Elke Schaub (Ausbilderin) und Michael Skiba (Einsatzsanitäter) einstimmig als Vertreter der aktiven Helferschaft im Stadtleitungskreis gewählt.

Nach abermaligem Dank an alle aktiven Helferinnen und Helfer sowie an alle Fördermitglieder, Spender und Freunde der Offenburger Malteser lud Stadtbeauftragter Christoph Spinner zu einem Imbiss.

Peter Skiba
Referat Ausbildung
Malteser Offenburg

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